Sportliche laufen dem Tod länger davon
B. Schumacher
Ein schlechtes Abschneiden beim Belastungstest ist prognostisch ungünstig. Für Gesunde ebenso wie für Herzkranke sagt ein solches Ergebnis ein erhöhtes Sterberisiko voraus. Das belegt eine der bisher größten Studien, die diesen Zusammenhang untersucht hat: 15 660 Männer im Alter von knapp 60 Jahren, ohne und mit kardiovaskulärer Erkrankung, hatten dafür einen Belastungstest auf dem Laufband absolviert und waren danach über einen Zeitraum von 7,5 Jahren beobachtet worden.
Im Vergleich zur Gruppe mit der geringsten Belastungskapazität (< 5 MET, MET für metabolische Äquivalente) war in der Gruppe mit der höchsten Fitness die Sterblichkeit um 70% geringer. Sogar Männer mit nur mäßiger Fitness (7,1-10 MET) hatten eine um 50% geringere Sterblichkeit als die am wenigsten Trainierten. „Schon mit einer geringen Investition bekommt man sehr viel heraus", kommentierte der Erstautor der Studie das Ergebnis. Es zahle sich bereits aus, wenn man jeden Tag 30 Minuten zu Fuß gehe – und das solle doch möglich sein: „Wenn wir auf dem Mond herumspazieren können, werden wir wohl auch auf der Erde laufen können."
Quelle der Originalpublikation: Kokkinos P et al.: Exercise capacity and mortality in black and white men. Circulation 2008, online
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1 Kommentar:
http://www.medscape.com/viewarticle/569106
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